Produktionsplanung für die Metallverarbeitung
Sägen, Lasern, Kanten, Schweißen, Entgraten, Richten, Montieren, Lackieren: In der Metallverarbeitung steckt der halbe Durchlauf in Handarbeit. Auf der Plantafel von Fertigungstakt bekommt jeder dieser Arbeitsplätze eine eigene Zeile – mit eigener Schichtzeit und eigenem Termin.
Keine Installation · keine Schulung · monatlich kündbar
Nicht jede Zeile ist eine Maschine
Planungssoftware ist meistens auf Maschinen gebaut: Anlage, Kapazität, Belegung. In einem Metallbaubetrieb hängt der Liefertermin aber selten am Laser. Er hängt daran, wann der Schweißer Zeit hat.
Ein typischer Durchlauf in der Blechbearbeitung besteht aus sieben oder acht Stationen, von denen nur zwei oder drei eine Maschine sind:
- Zuschnitt – Säge, Laser oder Plasma. Klare Laufzeit, klare Belegung, der unproblematische Teil.
- Umformen – Abkantpresse oder Walze. Rüstintensiv: Die Werkzeugwechsel gehören als Rüstzeit an den Arbeitsgang, sonst stimmt keine Folgeplanung.
- Schweißen – eine Zeile je Schweißplatz oder je Vorrichtung. Hier entsteht in den meisten Betrieben der Stau.
- Entgraten, Schleifen, Richten – die Arbeitsgänge, die in der Excel-Liste nie auftauchen und trotzdem Tage kosten.
- Montage – der Platz, an dem mehrere Teile gleichzeitig vorliegen müssen.
- Oberfläche – Lackierkabine im Haus oder Verzinken außer Haus. Beides lässt sich als Zeile führen.
- Prüfen und Verpacken – kurz, aber terminwirksam am Tag der Auslieferung.
In Fertigungstakt gibt es für Handarbeitsplätze keine zweite Kategorie und keinen Sonderfall. Ein Schweißtisch wird angelegt wie eine CNC-Maschine: Name, Farbe, Arbeitstage, Schichtzeiten, Pause. Er bekommt eine Zeile auf der Tafel, Arbeitsgänge werden daraufgezogen, Doppelbelegung wird gemeldet. Welche Felder dahinterstehen, zeigen die Funktionen im Detail.
Warum Produktionsplanung in der Metallverarbeitung an den Handarbeitsplätzen hängt
Sortieren Sie die Zeilen so, wie das Teil durch Ihre Halle läuft – von der Säge bis zur Montage. Dann lesen Sie den Durchlauf von oben nach unten und sehen sofort, wo ein Teil liegen bleibt.
Beispielhafte Darstellung mit Demo-Daten.
Der Unterschied zur reinen Produktionsplanung in der Zerspanung ist der Blickwinkel: Dort ist die Maschine der Engpass, hier sind es Personen. Solange Schweißen und Montage nur als Zeitpuffer im Kopf des Meisters existieren, planen Sie die halbe Durchlaufzeit gar nicht. Steht beides als Zeile auf der Tafel, wird sichtbar, dass die drei Aufträge, die am Freitag zugeschnitten wurden, alle in derselben Woche auf denselben Schweißplatz wollen.
Verschoben wird mit der Maus oder mit dem Finger auf dem Tablet, am Rand angefasst werden die Blöcke länger oder kürzer. Die Ansicht wechselt zwischen Tag, Woche, zwei und vier Wochen.
Jeder Arbeitsplatz hat seine eigene Schichtzeit
Das ist der Punkt, an dem Tabellenpläne in der Metallverarbeitung kippen: Ein Betrieb hat nicht eine Arbeitszeit, sondern eine je Station.
- Der Zuschnitt startet um 6 Uhr, weil das Material für die Frühschicht bereitliegen muss.
- Die Montage läuft von 7 bis 16 Uhr mit halber Stunde Pause.
- Die Lackierkabine wird nur an drei Tagen in der Woche gefahren – am Ende des Tages muss ausgehärtet werden.
- Ein Schweißplatz ist nur besetzt, solange der Kollege da ist. Urlaubswochen legen Sie still, indem Sie die Arbeitstage anpassen.
Fertigungstakt rechnet Start und Ende jedes Arbeitsgangs aus Rüstzeit plus Laufzeit entlang genau dieser Zeiten. Nächte, Wochenenden und die Pause werden übersprungen. Ein Schweißgang mit sechs Stunden Laufzeit, der um 14 Uhr beginnt, endet deshalb nicht um 20 Uhr desselben Tages, sondern am nächsten Vormittag. Den Montagegang dahinter ziehen Sie selbst nach – liegt er weiterhin vor dem neuen Ende des Schweißgangs, meldet Fertigungstakt die verletzte Reihenfolge.
Wer stattdessen mit 24 Stunden am Tag rechnet, bekommt Termine, die auf dem Papier halten und in der Halle nie. Genau daran scheitern die meisten gewachsenen Excel-Pläne.
Baugruppen und Montagetermine
Eine geschweißte Baugruppe ist der Fall, an dem sich Planung im Metallbau entscheidet: Drei Einzelteile müssen am selben Tag am selben Platz liegen. Fertigungstakt hilft dabei – aber ohne Stücklistenlogik.
Womit Sie eine Baugruppe planen
- Einzelteile als eigene Aufträge mit demselben Liefertermin, der Montagegang am Ende der Kette.
- Arbeitsgänge haben eine feste Reihenfolge. Wird ein Gang vor das Ende seines Vorgängers gezogen, meldet die Planung das sofort.
- Der Backlog lässt sich nach Kunde filtern – so sehen Sie alle noch ungeplanten Teile eines Auftrags an einer Stelle.
- Die Ampel je Auftrag rechnet auch den offenen Restaufwand gegen die verbleibende Zeit, nicht nur das geplante Ende gegen den Termin.
- Eilaufträge schieben Sie dazwischen; alles, was dahinter liegt, ziehen Sie in einem Zug nach hinten.
Was die Plantafel bewusst nicht tut
- Keine Stücklisten und keine Materialauflösung – Fertigungstakt ist kein ERP und keine Warenwirtschaft.
- Keine Materialreservierung und keine Bestellvorschläge für Blech, Profile oder Normteile.
- Keine automatische Optimierung, die Ihre Reihenfolge über Nacht umstellt. Geplant wird von Hand, geprüft wird vom System.
- Keine BDE mit Maschinenanbindung – es werden keine Signale aus Steuerungen gelesen.
- Keine Nachkalkulation und keine Buchhaltung.
Ähnlich gelagert ist die Planung bei wechselnden Auftraggebern – dazu die Seite Produktionsplanung für die Lohnfertigung.
Wie die Werkstatt zurückmeldet – ohne PC am Arbeitsplatz
Am Schweißtisch steht kein Rechner, und mit Schweißerhandschuhen tippt niemand eine Auftragsnummer ein. Deshalb hat der Maschinenmonitor nur vier Knöpfe.
- JETZT – der laufende Auftrag mit Nummer, Teil, Menge und geplantem Ende, aus zwei Metern Entfernung lesbar.
- DANACH – was als Nächstes an diesen Platz kommt, samt Rüstzeit.
- HEUTE – die weiteren Arbeitsgänge des Tages, damit vorbereitet werden kann.
- Starten, Pause, Problem, Fertig – große Flächen statt Menüs. „Problem“ macht den Auftrag in der Arbeitsvorbereitung sofort sichtbar, ohne dass jemand durch die Halle läuft.
- Der Monitor lädt selbstständig nach und zeigt an, wenn die Verbindung fehlt.
Ein ausrangiertes Tablet an der Wand genügt. Der Monitor gehört zu genau einem Arbeitsplatz und zeigt nur dessen Aufträge – für den Schweißtisch daneben rufen Sie dessen eigene Monitorseite auf. Die Rolle „Werkstatt“ darf melden, aber nicht planen – der Plan bleibt damit an einer Stelle und nicht in vier Versionen. Wie aus diesen Rückmeldungen die Statusfarben auf der Tafel entstehen, zeigt die Seite zur digitalen Plantafel.
Termine, die Sie am Telefon zusagen können
Der Anruf kommt am Dienstag: Geht das bis Ende nächster Woche? Statt zu schätzen, sehen Sie die vier Wochen auf der Tafel und die Ampel der laufenden Aufträge.
- Grün – die Planung endet mit Puffer vor dem Liefertermin.
- Gelb – es wird knapp, oder der Auftrag ist kurz vor dem Termin noch ungeplant.
- Rot – das geplante Ende liegt nach dem Termin, der Auftrag ist überfällig, oder der Restaufwand passt nicht mehr in die verbleibende Zeit.
- Grau – kein Liefertermin hinterlegt oder bereits fertig.
Beim Ablegen eines Blocks prüft Fertigungstakt außerdem, ob der Arbeitsplatz doppelt belegt wird, ob außerhalb der Schichtzeit oder in der Pause geplant wurde, ob ein Arbeitsgang vor seinem Vorgänger beginnt und ob das Ende hinter dem Liefertermin liegt. Gewollte Überschneidungen bestätigen Sie einmal und sie bleiben als bestätigt sichtbar. Die Auslastung der kommenden Wochen lesen Sie direkt an der Dichte der Blöcke ab – ohne Auswertung, die erst gestartet werden muss.
Ein Preis für den ganzen Betrieb
Gestaffelt nach der Zahl der Zeilen auf Ihrer Tafel – Maschinen und Handarbeitsplätze zusammengenommen. Benutzer und Aufträge sind in jedem Tarif unbegrenzt.
Die ersten 50 zahlenden Betriebe behalten den Founder-Preis dauerhaft, solange das Abo ohne Unterbrechung besteht – auch bei einem Wechsel in einen größeren Tarif.
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
Als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG weisen wir keine Umsatzsteuer aus. Die Tarife unterscheiden sich ausschließlich in der Zahl der Maschinen – es gibt keine gesperrten Funktionen. Abrechnung monatlich per PayPal.
Häufige Fragen zur Produktionsplanung in der Metallverarbeitung
Kann ich Schweiß-, Entgrat- und Montageplätze wie Maschinen einplanen?
Ja, und zwar ohne Unterschied. In Fertigungstakt ist jede Zeile der Plantafel ein Arbeitsplatz mit Namen, Farbe, Arbeitstagen und Schichtzeiten – ob dahinter eine Laserschneidanlage steht oder ein Schweißtisch, spielt für die Planung keine Rolle. Auch die Tarifstaffel zählt Maschinen und Handarbeitsplätze gleich.
Wie plane ich Arbeitsgänge, die außer Haus gehen – Verzinken oder Pulverbeschichten?
Legen Sie den Dienstleister als eigenen Arbeitsplatz an, zum Beispiel „Verzinkerei“, und tragen Sie als Laufzeit die zugesagte Durchlaufzeit ein. Der Arbeitsgang belegt dann sichtbar die Tage, die das Teil außer Haus ist, und der Montagetermin dahinter rechnet sich korrekt. Eine Bestell- oder Lieferantenverwaltung ist das nicht – Fertigungstakt plant Termine, es beschafft nichts.
Unsere Arbeitsplätze haben unterschiedliche Schichtzeiten. Geht das?
Ja. Arbeitstage, Schichtbeginn, Schichtende und Pausenlänge stellen Sie je Arbeitsplatz ein. Der Zuschnitt darf um 6 Uhr anfangen, die Montage um 7 Uhr, die Lackierung nur an drei Tagen die Woche. Die Terminberechnung nutzt genau diese Zeiten und überspringt Nächte, Wochenenden und Pausen.
Bildet Fertigungstakt Baugruppen mit Stücklisten ab?
Nein. Es gibt keine Stückliste und keine Materialauflösung. Für die Montage einer Baugruppe legen Sie die Einzelteile als eigene Aufträge mit demselben Liefertermin an und planen den Montagegang an dessen Ende. Über den Kundenfilter im Backlog und die Ampel sehen Sie, ob alle Teile rechtzeitig fertig werden.
Wir fertigen Blechteile in Losen von 50 bis 500 Stück. Passt das?
Ja. Menge und Teilebezeichnung stehen am Auftrag, Rüstzeit und Laufzeit am Arbeitsgang. Ob die vier Stunden an der Abkantpresse aus 50 oder 500 Teilen entstehen, ist für die Belegung des Arbeitsplatzes gleich. Kleinserie und Einzelfertigung lassen sich auf derselben Tafel nebeneinander planen.
Brauchen die Schweißer und Monteure einen eigenen Zugang?
Sinnvollerweise ja, und er kostet nichts extra: Die Zahl der Benutzer ist in jedem Tarif unbegrenzt. Mit der Rolle „Werkstatt“ darf jemand Aufträge starten, pausieren, ein Problem melden und fertigmelden – an der Planung ändert er nichts.
Weitere Antworten stehen in den häufigen Fragen; Hintergründe zur Planung im Wissensbereich. Ab 59 € netto im Monat, 14 Tage kostenlos testen.
Verwandte Themen
Dieselbe Plantafel, aus einer anderen Richtung betrachtet.
Produktionsplanung-Software für KMU – ohne ERP-Projekt
Produktionsplanung Software für kleine und mittlere Betriebe: Maschinen anlegen, Aufträge ziehen, Liefertermine halten. In 10 Minuten startklar, 14 Tage kostenlos.
Produktionsplanung für den Werkzeugbau
Produktionsplanung im Werkzeugbau: Einzelteile mit vielen Arbeitsgängen, lange Laufzeiten und feste Termine – auf einer Plantafel, die jeder versteht.
Kapazitätsplanung für die Produktion – ohne Tabellenkalkulation
Kapazitätsplanung für kleine Fertigungsbetriebe: Maschinenzeiten mit Aufträgen abgleichen, Engpässe früh erkennen, Restaufwand gegen Liefertermin prüfen.
Feinplanung für die Produktion
Feinplanung für die Produktion: Reihenfolge je Maschine festlegen, Start- und Endzeiten je Arbeitsgang, Verschieben per Drag & Drop, Konflikte sofort sehen.
Zum Weiterlesen: Produktionsplanung Grundlagen
Fachbeiträge aus unserem Wissensbereich – geschrieben für Betriebe, die ihre Fertigung selbst planen.
Durchlaufzeit in der Fertigung reduzieren: Was kleine Betriebe tun können
Die Durchlaufzeit eines Auftrags besteht zu einem kleinen Teil aus Bearbeitung und zum großen aus Warten. Wo die Wartezeit entsteht, wie man sie sichtbar macht und welche fünf Maßnahmen die Durchlaufzeit in kleinen Fertigungsbetrieben spürbar verkürzen – ohne schneller zu arbeiten.
Produktionsplanung GrundlagenFeinplanung in der Produktion einfach erklärt
Feinplanung ist der Schritt von „KW 40 auf der Fräserei“ zu „Donnerstag 9:30 auf Fräse 2“. Was sie von der Grobplanung unterscheidet, was sie braucht, wer sie in einem kleinen Betrieb macht und warum sie dort meist die einzige Planung ist, die wirklich zählt.
Produktionsplanung GrundlagenFertigungssteuerung: Vom Auftrag bis zur fertigen Lieferung
Fertigungssteuerung ist der Teil der Planung, der nach dem Plan beginnt: Aufträge freigeben, in die Halle bringen, Rückmeldungen aufnehmen, bei Abweichung eingreifen. Der Weg eines Auftrags durch einen kleinen Betrieb in sieben Stationen – und was an jeder Station schiefgehen kann.
Produktionsplanung GrundlagenReihenfolgeplanung in der Produktion: Welche Aufträge zuerst?
Die Reihenfolge auf einer Maschine entscheidet über Termine und Rüstzeit zugleich. Die gängigen Regeln – Termin, Restzeit, kürzester Auftrag, Rüstfamilie – erklärt an Werkstattbeispielen, und eine einfache Vorgehensweise, die ein Meister täglich anwenden kann.
Am besten mit den eigenen Aufträgen ausprobieren.
Maschinen anlegen, eine echte Woche planen, in der Werkstatt zeigen. 14 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten, ohne Kündigungsfrist.
Keine Installation · keine Schulung · monatlich kündbar