Kapazitätsplanung für die Produktion – ohne Tabellenkalkulation
Wie viele Stunden hat das Bearbeitungszentrum diese Woche noch frei – und wie viele sind längst vergeben? Fertigungstakt stellt die Arbeitszeit Ihrer Maschinen und die eingeplanten Arbeitsgänge nebeneinander, damit Engpässe auffallen, solange Umplanen noch etwas bringt.
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Was Kapazitätsplanung in der Produktion praktisch bedeutet
Zwei Zahlen je Maschine, gegeneinander gerechnet. Mehr ist es im Kern nicht – schwierig wird es nur, wenn beide Zahlen nirgends stehen.
Verfügbare Stunden
Arbeitstage, Beginn, Ende und Pausenlänge – je Maschine einzeln hinterlegt. Daraus ergibt sich die Nettoarbeitszeit: 07:00 bis 16:00 Uhr mit 30 Minuten Pause sind 8,5 Stunden am Tag, nicht 24. Wer mit 24 rechnet, produziert Termine, die nie stimmen.
Eingeplante Stunden
Rüstzeit plus Laufzeit aller Arbeitsgänge, die auf dieser Maschine liegen. Die Rüstzeit gehört ausdrücklich dazu: Bei kleinen Losen ist sie oft der größere Teil – und der Grund, warum eine Woche voll ist, obwohl die Stückzahlen niedrig aussehen.
| Maschine | Arbeitszeit | je Tag | Woche | eingeplant | frei |
|---|---|---|---|---|---|
| Drehen · CNC-Drehmaschine | 07:00–16:00, 30 min Pause | 8,5 h | 42,5 h | 39,0 h | 3,5 h |
| Fräsen · Bearbeitungszentrum | 06:00–22:00, 60 min Pause | 15,0 h | 75,0 h | 71,5 h | 3,5 h |
| Sägen · Zuschnitt | 07:00–16:00, 30 min Pause | 8,5 h | 42,5 h | 14,0 h | 28,5 h |
| Entgraten · Handarbeitsplatz | 07:00–15:30, 30 min Pause | 8,0 h | 40,0 h | 33,0 h | 7,0 h |
Beispielrechnung für eine Arbeitswoche. Diese Tabelle müssen Sie in Fertigungstakt nicht führen – die belegte Zeit steht als Fläche auf der Plantafel.
Belegung sehen statt Stunden addieren
Jede Zeile ist eine Maschine oder ein Arbeitsplatz, die Breite eines Blocks ist die eingeplante Zeit. Angezeigt wird nur die tatsächliche Arbeitszeit – Nächte werden zusammengeklappt, Wochenenden und Pausen stehen nicht als planbare Fläche herum.
Beispielhafte Darstellung mit Demo-Daten. Weil die Nacht nicht mitgezeichnet wird, entspricht belegte Fläche belegter Kapazität – eine Lücke ist wirklich eine Lücke.
Vier Zeitbereiche
Tag, Woche, zwei Wochen und vier Wochen. Die kurzen Ansichten sind für die Feinplanung je Maschine, die langen für die Frage, wann der nächste Engpass kommt.
Handarbeitsplätze zählen mit
Entgraten, Schweißen, Montage und Prüfen bekommen eine eigene Zeile. Wer nur die CNC-Maschinen plant, übersieht genau die Stellen, an denen Teile am längsten liegen bleiben.
Alle auf einem Stand
Geschäftsführung, Arbeitsvorbereitung und Werkstatt sehen dieselbe Belegung. Jede Verschiebung wird sofort gespeichert; eine zweite Tabelle mit abweichendem Stand entsteht gar nicht erst.
Engpässe erkennen, bevor sie auflaufen
Ein Engpass meldet sich selten an. Er baut sich über zwei, drei Wochen auf und fällt in der Woche auf, in der geliefert werden müsste. Vier Stellen zeigen ihn früher.
Die eine volle Zeile
Ist eine Maschinenzeile dicht, während daneben Lücken stehen, haben Sie den Engpass gefunden – und den Hinweis, welche Arbeitsgänge auf eine zweite Maschine oder nach außen gehören. Die Vier-Wochen-Ansicht zeigt, wie weit sich die Welle schon aufgebaut hat.
Ungeplantes im Backlog
Was sich über Wochen im Backlog sammelt, ist Arbeit, für die nie Zeit war. Der Filter „ungeplant“ zeigt den Stapel als Liste, sortiert nach Liefertermin und Priorität.
Doppelbelegung wird gemeldet
Zwei Blöcke zur selben Zeit auf derselben Maschine sind überbuchte Kapazität. Fertigungstakt meldet das beim Ablegen, Sie müssen es ausdrücklich bestätigen. Gewollte Überschneidungen bleiben danach als „bestätigt“ sichtbar.
Keine Kapazität herbeiplanen
Ein Block am Samstag oder nachts um zwei schafft keine Stunden, er versteckt nur den Engpass. Planung außerhalb der hinterlegten Arbeitszeit gilt deshalb als Konflikt – ebenso ein Arbeitsgang vor dem Ende seines Vorgängers.
Wie die Blöcke auf die Zeilen kommen, steht ausführlich unter Maschinenbelegungsplan.
Restaufwand gegen Liefertermin
Freie Kapazität ist nur die halbe Auskunft. Entscheidend ist, ob die offene Arbeit eines Auftrags bis zu seinem Termin noch unterzubringen ist. Genau das rechnet die Ampel – für jeden offenen Auftrag neu.
- Offener Aufwand: Rüst- plus Laufzeit aller Arbeitsgänge, die weder fertig noch eingeplant sind.
- Verbleibende Zeit: die Arbeitstage von heute bis zum Liefertermin.
- Geplantes Ende: der späteste Endtermin der eingeplanten Arbeitsgänge, gerechnet entlang der Arbeitszeit der jeweiligen Maschine.
- Puffer: wie viele Arbeitstage Luft bleiben sollen und ab wann ein ungeplanter Auftrag warnt – beides stellen Sie je Betrieb ein.
Für noch nicht eingeplante Arbeit rechnet die Ampel bewusst grob mit acht Stunden je Arbeitstag. Sobald ein Arbeitsgang auf einer Maschine liegt, gilt deren echte Arbeitszeit.
Was die Farbe bedeutet
- Grün – eingeplant mit Luft, oder der Termin ist noch weit weg
- Gelb – der Puffer wird unterschritten, oder der Auftrag ist kurz vor dem Termin noch ungeplant
- Rot – überfällig, geplantes Ende nach dem Termin, oder der Restaufwand passt nicht mehr in die verbleibenden Arbeitstage
- Grau – kein Liefertermin hinterlegt oder Auftrag abgeschlossen
Zu jeder Farbe steht der Grund im Klartext dabei, etwa „Noch 26 h offen, aber nur 2 Arbeitstage bis zum Termin“. Eine Ampel, die niemand nachrechnen kann, glaubt die Werkstatt nicht.
Passt der neue Auftrag überhaupt noch rein?
Die Frage kommt am Telefon, die Antwort soll im selben Gespräch kommen. Vier Handgriffe.
Aufwand eintragen
Auftrag mit Liefertermin anlegen, Arbeitsgänge in Reihenfolge, je Arbeitsgang Rüstzeit und Laufzeit aus Ihrer Kalkulation.
Lücke suchen
In der Wochen- oder Zwei-Wochen-Ansicht sehen, wo auf der passenden Maschine noch Platz ist – vor dem Termin, nicht irgendwann.
Hinziehen, rechnen lassen
Block aus dem Backlog auf die Stelle ziehen. Start und Ende berechnet Fertigungstakt entlang der Arbeitszeit dieser Maschine.
Antwort ablesen
Keine Doppelbelegung, Ampel grün: Der Termin ist zusagbar. Sonst sehen Sie sofort, welcher andere Auftrag dafür weichen müsste.
Wo die Kapazitätsplanung in der Produktion an Grenzen stößt
Diese Abgrenzung gehört zur Antwort dazu. Wer sie vorher kennt, erwartet nichts Falsches – und merkt schneller, ob Fertigungstakt zum Betrieb passt.
Das leistet Fertigungstakt nicht
- Keine automatische Kapazitätsoptimierung – nichts wird von selbst auf freie Maschinen verteilt, keine optimale Reihenfolge gesucht
- Keine Szenarien: kein Durchrechnen mehrerer Planstände nebeneinander, kein Vorher-Nachher-Vergleich
- Keine Auslastung in Prozent, kein Kapazitätsbericht je Woche oder Kostenstelle
- Keine Personal- und Schichtplanung – geplant wird die Maschine, nicht der einzelne Mitarbeiter
- Keine Material-, Werkzeug- oder Vorrichtungsverfügbarkeit; das bleibt bei Ihrer Warenwirtschaft
- Keine BDE mit Maschinenanbindung: Zeiten kommen aus Kalkulation und Rückmeldung, nicht aus der Steuerung
Das übernimmt es zuverlässig
- Rechnet jeden Arbeitsgang entlang der echten Arbeitszeit seiner Maschine – Nächte, Wochenenden und Pause werden übersprungen
- Meldet Doppelbelegung, Planung außerhalb der Arbeitszeit und verletzte Reihenfolge beim Ablegen
- Rechnet Restaufwand gegen Liefertermin und zeigt das Ergebnis als Ampel mit Begründung
- Zeigt Belegung und Lücken von einem Tag bis zu vier Wochen, für den ganzen Betrieb auf einer Fläche
- Bringt den Stand über den Maschinenmonitor in die Werkstatt und die Rückmeldung zurück in den Plan
Der Planer entscheidet, die Software rechnet mit und warnt. Bei 5 bis 30 Maschinen ist das meist brauchbarer als ein Algorithmus, dessen Annahmen niemand nachvollziehen kann. Alles Weitere unter Funktionen.
Was die Kapazitätsplanung kostet
Berechnet wird, was Sie planen: die Zahl der Maschinen und Arbeitsplätze, für die Kapazität geführt wird. Wie viele Leute darauf schauen, spielt keine Rolle. Zahlungsbedingungen im Detail unter Preise.
Die ersten 50 zahlenden Betriebe behalten den Founder-Preis dauerhaft, solange das Abo ohne Unterbrechung besteht – auch bei einem Wechsel in einen größeren Tarif.
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
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Als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG weisen wir keine Umsatzsteuer aus. Die Tarife unterscheiden sich ausschließlich in der Zahl der Maschinen – es gibt keine gesperrten Funktionen. Abrechnung monatlich per PayPal.
Häufige Fragen zur Kapazitätsplanung
Was versteht man unter Kapazitätsplanung in der Produktion?
Den Abgleich zweier Zahlen: verfügbare Arbeitsstunden je Maschine gegen die Stunden, die dort bereits eingeplant sind. Was übrig bleibt, ist freie Kapazität. Reihenfolge, Termine und Eilaufträge bauen alle auf dieser Rechnung auf.
Woher kennt Fertigungstakt die verfügbare Kapazität einer Maschine?
Aus den Angaben je Maschine: Arbeitstage, Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausenlänge. Eine Maschine mit 07:00 bis 16:00 Uhr und 30 Minuten Pause hat 8,5 Stunden am Tag – nicht 24. Mit dieser Zeit rechnet jede Terminberechnung.
Zeigt Fertigungstakt die Auslastung in Prozent an?
Nein. Es gibt keine Auslastungsquote und keinen Kapazitätsbericht. Die Belegung sehen Sie als Fläche auf der Plantafel: volle Zeilen sind belegte Kapazität, Lücken sind freie. Für Betriebe mit 5 bis 30 Maschinen ist das die Information, nach der tatsächlich gehandelt wird.
Verteilt die Software Aufträge automatisch auf freie Kapazität?
Nein, und das ist Absicht. Fertigungstakt sucht keine optimale Reihenfolge und schiebt nichts von selbst um. Sie legen den Arbeitsgang auf die Maschine, die Software rechnet Start und Ende entlang der Arbeitszeit und meldet Doppelbelegung, Reihenfolgefehler und Termine, die nicht mehr halten.
Wie sehe ich, ob ein neuer Auftrag noch in die Woche passt?
Auftrag mit Arbeitsgängen anlegen, Rüst- und Laufzeit eintragen, den Arbeitsgang aus dem Backlog an die vermutete Lücke ziehen. Passt er nicht, sehen Sie es an der gemeldeten Doppelbelegung oder daran, dass das berechnete Ende hinter dem Liefertermin liegt.
Plant Fertigungstakt auch Personal, Werkzeuge oder Material ein?
Nein. Geplant wird die Maschine oder der Arbeitsplatz, nicht der einzelne Mitarbeiter und nicht die Vorrichtung. Materialverfügbarkeit bleibt Sache Ihrer Warenwirtschaft. Fertigungstakt ist kein ERP, kein PPS und kein MES – es plant die Belegung Ihrer Fertigung.
Weitere Antworten in den häufigen Fragen und im Wissensbereich.
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