Produktionsplanung für den Werkzeugbau
Ein Werkzeug ist ein Teil mit zwanzig Arbeitsgängen, vier Wochen Durchlaufzeit und einem Termin, der beim Kunden im Anlaufplan steht. Fertigungstakt zeigt Ihnen, wo dieses Werkzeug gerade steht, was danach kommt und ob der Termin noch hält.
Ohne Installation · ohne Schulung · keine USt. (§ 19 UStG)
Einzelfertigung statt Serie: was das für die Produktionsplanung im Werkzeugbau ändert
Die meiste Planungssoftware ist für wiederkehrende Aufträge gebaut. Im Werkzeug- und Formenbau kommt jedes Teil einmal – und trotzdem muss die Reihenfolge stehen.
| Serienfertigung | Werkzeug- und Formenbau | |
|---|---|---|
| Auftrag | Menge mal Stückzeit | ein Teil, viele Arbeitsgänge |
| Arbeitsplan | einmal angelegt, immer wieder verwendet | je Werkzeug neu festgelegt |
| Laufzeit je Arbeitsgang | Minuten bis Stunden | Stunden bis mehrere Tage |
| Rüstzeit | fällt bei Wiederholung kaum ins Gewicht | jedes Mal voll, oft mit Vorrichtung |
| Was schiefgeht | Maschine steht ohne Material | ein Arbeitsgang zieht die ganze Kette |
| Womit geplant wird | ERP oder PPS | meist Excel, Whiteboard und Erfahrung |
Deshalb plant Fertigungstakt nicht nach Losgröße, sondern nach Arbeitsgang: Reihenfolge, Rüstzeit, Laufzeit, Maschine. Wer daneben Serienteile fertigt, findet dieselbe Logik unter Produktionsplanung in der Zerspanung wieder.
Ein Werkzeug, zwanzig Arbeitsgänge – die Kette bleibt zusammen
Ein Spritzgießwerkzeug läuft durch halb die Halle: Zuschnitt, Schruppen, Härten außer Haus, Schlichten, Senk- und Drahterodieren, Schleifen, Tuschieren, Montage. Jeder Schritt ist eine Zeile im Auftrag.
Reihenfolge wird geprüft
- Jeder Arbeitsgang hat eine Position in der Kette – Schlichten kann nicht vor dem Härten liegen.
- Legen Sie einen Block trotzdem zu früh ab, meldet Fertigungstakt „Reihenfolge verletzt“, statt es stillschweigend zu übernehmen.
- Elektroden, Vorrichtungen und Einsätze bekommen bei Bedarf einen eigenen Auftrag und laufen parallel auf der Tafel.
Auch Nichtmaschinen bekommen eine Zeile
- Tuschierpresse, Montageplatz, Messraum und Schlosserei sind Arbeitsplätze wie jede CNC-Maschine – mit eigener Arbeitszeit.
- Härten, Beschichten oder Erodieren außer Haus planen Sie als Zeile „extern“ über die vereinbarte Durchlaufzeit.
- So steht auch die Liegezeit im Plan und verschwindet nicht zwischen zwei Telefonaten.
Welche Felder ein Arbeitsgang hat, steht im Detail unter Funktionen.
Lange Arbeitsgänge über mehrere Tage und Nächte
26 Stunden Schruppen sind im Werkzeugbau normal. Auf einer Tagesplantafel ist so ein Arbeitsgang nicht darstellbar – hier schon.
Nacht zusammengeklappt
Angezeigt wird die tatsächliche Arbeitszeit Ihrer Maschinen. Die Nachtstunden nehmen keine halbe Bildschirmbreite weg, der Block über Nacht bleibt trotzdem ein durchgehender Balken bis zum echten Ende.
Mannlose Schicht abbildbar
Läuft eine Fräsmaschine über Nacht oder am Wochenende ohne Bediener durch, geben Sie dieser Maschine ein längeres Zeitfenster. Die Terminrechnung nutzt dann genau dieses Fenster – der Tuschierplatz daneben bleibt bei seinen acht Stunden.
Vier Wochen am Stück
Tag, Woche, zwei Wochen und vier Wochen. Für ein Werkzeug mit sechs Wochen Durchlaufzeit ist der Vier-Wochen-Blick die Arbeitsansicht, der Tagesblick die Ausnahme.
Beispielhafte Darstellung mit Demo-Daten. Rüstzeit und Laufzeit werden je Arbeitsgang getrennt erfasst – die Feinheiten dazu stehen unter CNC-Produktionsplanung.
Änderung mitten im Auftrag: umplanen, nicht neu eingeben
Die Konstruktion ändert eine Kontur, der Kunde zieht den Bemusterungstermin vor, eine Elektrode muss nachgearbeitet werden. Im Werkzeugbau ist das der Normalfall, nicht der Störfall.
Nur das Betroffene anfassen
Laufzeit korrigieren oder den Blockrand ziehen. Was schon gestartet oder fertig gemeldet ist, bleibt unverändert stehen.
Arbeitsgang ergänzen
Nacharbeit, zweiter Erodiergang, zusätzliches Prüfen: Arbeitsgang einfügen, Position setzen, aus dem Backlog auf die Maschine ziehen.
Nachfolger verschieben
Die restlichen Blöcke ziehen Sie nach hinten – mit der Maus oder am Tablet mit dem Finger. Jede Änderung wird sofort gespeichert.
Folgen sofort sehen
Kippt dadurch ein anderes Werkzeug, springt dessen Ampel um. Sie entscheiden, welcher Termin weicht – die Software optimiert nichts hinter Ihrem Rücken.
Der Projektblick: alle Arbeitsgänge eines Werkzeugs auf einmal
Die Plantafel zeigt die Maschinensicht. Für den Werkzeugbau braucht es daneben die Auftragssicht – was ist an diesem Werkzeug fertig, was läuft, was fehlt noch.
Auftrag von oben nach unten
- Alle Arbeitsgänge in ihrer Reihenfolge, mit Maschine, geplantem Start, geplantem Ende und Status.
- Gemeldeter Fortschritt aus der Werkstatt: ungeplant, geplant, läuft, Problem, fertig.
- Offene Konflikte des Auftrags – Doppelbelegung, außerhalb der Arbeitszeit, Ende nach Liefertermin.
- Auf der Tafel finden Sie dieselben Arbeitsgänge über die Auftragsnummer im Block wieder.
Eine Ampel für das ganze Werkzeug
Sie vergleicht nicht nur das geplante Ende mit dem Liefertermin, sondern auch den offenen Restaufwand mit der verbleibenden Zeit.
- Grün – die Kette endet mit Puffer vor dem Termin
- Gelb – es wird eng, oder Arbeitsgänge sind kurz vor dem Termin noch ungeplant
- Rot – Ende nach Liefertermin, überfällig, oder der Rest passt nicht mehr in die Zeit
- Grau – kein Termin hinterlegt oder das Werkzeug ist fertig
Puffertage und Vorwarnzeit stellen Sie je Betrieb ein.
In der Werkstatt hängt dazu der Maschinenmonitor: JETZT, DANACH und HEUTE, dazu die Knöpfe Starten, Pause, Problem und Fertig. Damit wandert der Fortschritt eines Werkzeugs in den Plan, ohne dass jemand ins Büro läuft.
Produktionsplanung im Werkzeugbau – und was daneben nicht dazugehört
Damit Sie nicht das Falsche erwarten: Fertigungstakt plant Maschinen, Arbeitsgänge und Termine. Nicht enthalten sind
- Kalkulation, Angebote und Rechnungen für den Werkzeugbau
- CAD/CAM, Werkzeugverwaltung, NC-Programmdaten und Elektrodenstammdaten
- Materialwirtschaft, Bestellwesen für Fremdvergabe, Lager und Buchhaltung
- BDE mit Maschinenanbindung – zurückgemeldet wird am Monitor per Knopfdruck
- automatische Reihenfolgeoptimierung oder Vorwärts-/Rückwärtsterminierung eines ganzen Auftragsbestands
Fertigungstakt ist kein ERP, kein MES und kein PPS. Es setzt daneben und übernimmt die Planung. Was es stattdessen kann, steht vollständig unter Funktionen; offene Punkte klären die häufigen Fragen.
Preise nach Maschinenzahl, nicht nach Köpfen
Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Schlosserei und Montage brauchen alle denselben Plan. Benutzer sind deshalb in jedem Tarif unbegrenzt – gezählt werden nur Maschinen und Arbeitsplätze.
Die ersten 50 zahlenden Betriebe behalten den Founder-Preis dauerhaft, solange das Abo ohne Unterbrechung besteht – auch bei einem Wechsel in einen größeren Tarif.
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
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- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
Als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG weisen wir keine Umsatzsteuer aus. Die Tarife unterscheiden sich ausschließlich in der Zahl der Maschinen – es gibt keine gesperrten Funktionen. Abrechnung monatlich per PayPal.
Alle Staffeln im Detail auf der Seite Preise. Nach 14 Testtagen wird der Zugang nur-lesend, gesperrt wird nichts – Ihre Daten bleiben abrufbar und als CSV oder JSON exportierbar.
Häufige Fragen zur Produktionsplanung im Werkzeugbau
Taugt eine Plantafel für Einzelfertigung im Werkzeugbau?
Ja – gerade dafür. Ein Werkzeug ist ein Auftrag mit einer festen Kette von Arbeitsgängen. Genau das bildet Fertigungstakt ab: Arbeitsgänge mit Reihenfolge, Rüstzeit und Laufzeit, jeder auf einer Maschine oder einem Arbeitsplatz. Es wird nichts über Losgrößen, Stücklisten oder Serienzyklen gerechnet.
Wie plane ich einen Arbeitsgang, der drei Tage dauert?
Sie tragen die Laufzeit ein, zum Beispiel 26 Stunden. Fertigungstakt legt sie entlang der Arbeitszeit dieser Maschine ab: Feierabend, Nacht, Pause und Wochenende werden übersprungen, der Block bleibt auf der Tafel trotzdem ein durchgehender Balken bis zum tatsächlichen Ende. In der Vier-Wochen-Ansicht sehen Sie solche langen Arbeitsgänge am Stück.
Wie bilde ich Härten, Beschichten oder Erodieren außer Haus ab?
Als eigene Zeile auf der Tafel. Legen Sie einen Arbeitsplatz „Härterei extern“ an und ziehen Sie den Arbeitsgang über die vereinbarte Durchlaufzeit. Damit steht die Liegezeit im Plan und der nachfolgende Arbeitsgang kann nicht versehentlich davor liegen. Eine Bestellabwicklung für den Lieferanten gehört nicht dazu – die bleibt in Ihrem bisherigen System.
Was passiert, wenn der Kunde mitten im Auftrag eine Änderung schickt?
Sie ändern nur den betroffenen Arbeitsgang. Laufzeit im Block anpassen oder den Rand ziehen, zusätzliche Arbeitsgänge ergänzen, Reihenfolge korrigieren. Bereits gemeldete Arbeitsgänge bleiben stehen, die nachfolgenden schieben Sie selbst nach hinten – umgeplant wird nichts von allein. Der Auftrag muss nicht neu angelegt werden.
Sehe ich alle Arbeitsgänge eines Werkzeugs zusammen?
In der Auftragsansicht stehen alle Arbeitsgänge untereinander mit Maschine, geplantem Start, geplantem Ende und Status. Darüber die Liefertermin-Ampel für den gesamten Auftrag. Auf der Plantafel erkennen Sie dieselben Arbeitsgänge an der Auftragsnummer im Block.
Brauche ich dafür ein ERP- oder PPS-System?
Für die Produktionsplanung im Werkzeugbau nicht. Fertigungstakt plant Maschinen, Arbeitsgänge und Termine – Kalkulation, Einkauf, Lager und Buchhaltung bleiben dort, wo sie heute sind. Ab etwa 30 Maschinen und Arbeitsplätzen ist die Grenze erreicht, darüber ist ein PPS die passendere Wahl.
Fachbeiträge zu Planung und Terminen sammeln wir im Wissensbereich.
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