Produktionsplanung für die Lohnfertigung
Viele kleine Aufträge, wechselnde Auftraggeber, Termine, die in einer Auftragsbestätigung stehen. Fertigungstakt zeigt Ihnen, was als Nächstes drankommt, ob die Zusage hält – und welcher Auftrag rutscht, wenn ein Eilauftrag dazwischen muss.
Keine Zahlungsdaten nötig · Voller Funktionsumfang · Aufträge per CSV übernehmen
Was Produktionsplanung in der Lohnfertigung schwierig macht
Sie planen keine eigene Serie, sondern fremde Teile mit fremden Terminzusagen. Drei Punkte unterscheiden das von der Planung eines eigenen Produkts.
Die Auftragsliste steht nie still
Kleine Lose, kurze Laufzeiten, täglich neue Bestellungen, dazu Mengenänderungen und Nachbestellungen. Eine Planung, die nur montags entsteht, ist am Dienstag überholt.
Jeder Termin ist eine Zusage
Der Liefertermin steht schriftlich beim Auftraggeber. Er ist kein interner Wunsch, den man verschiebt, sondern ein Versprechen, an dem die nächste Anfrage hängt.
Die Reihenfolge bestimmt die Auslastung
Bei zwanzig kleinen Losen in der Woche fällt Rüstzeit ständig an. Ob zwei ähnliche Teile hintereinander laufen oder mit drei fremden Aufträgen dazwischen, entscheidet über die freie Kapazität.
Der Backlog ist Ihre Warteschlange
Jeder Arbeitsgang, der noch auf keiner Maschine liegt, steht im Backlog neben der Plantafel. Kein zweites Register, keine zweite Wahrheit – dieselben Daten, nur noch ohne Platz und Zeit.
Filtern statt scrollen
- Liefertermin – was zuerst fällig ist, steht oben
- Kunde – alle offenen Arbeitsgänge eines Auftraggebers
- Priorität – normal, hoch, eilig
- Verspätet – Aufträge, deren Termin bereits vorbei ist
- Ungeplant – was noch auf keiner Maschine liegt, obwohl der Termin näher rückt
- Maschine – was infrage kommt, wenn an der Drehmaschine eine Lücke frei wird
Priorisieren heißt entscheiden
Fertigungstakt sortiert Ihre Aufträge nicht automatisch um. Eine Software kennt nicht den Kunden, der seit zwölf Jahren bestellt, und nicht den, bei dem gerade ein Rahmenvertrag verhandelt wird. Sie bekommen die Entscheidungsgrundlage, nicht die Entscheidung.
Der Weg dahin ist ein Zug mit der Maus oder dem Finger: Arbeitsgang aus dem Backlog auf die Maschinenzeile ziehen. Start und Ende rechnet das System aus Rüstzeit, Laufzeit und der hinterlegten Arbeitszeit – Nächte, Wochenenden und die Pause werden übersprungen. Wie das im Einzelnen funktioniert, steht unter Funktionen.
Beispielhafte Darstellung mit Demo-Daten. Ansichten: Tag, Woche, zwei Wochen und vier Wochen.
„Können wir das bis Freitag?“
Die Frage kommt am Telefon, und die Antwort ist eine Zusage. In der Lohnfertigung wird sie oft aus dem Bauch gegeben – weil Nachsehen zehn Minuten dauern würde. Auf der Plantafel dauert es den Anruf lang.
Vier Handgriffe vor der Zusage
- Die Woche oder die beiden Folgewochen aufrufen und sehen, wo auf der passenden Maschine noch Fläche frei ist
- Den Arbeitsgang mit Rüst- und Laufzeit probeweise dort ablegen – das errechnete Ende steht sofort im Block
- Die Meldungen lesen: Doppelbelegung, Planung außerhalb der Arbeitszeit, Arbeitsgang vor seinem Vorgänger, Ende nach Liefertermin
- Auf die Ampel des Auftrags schauen, die zusätzlich den offenen Restaufwand gegen die verbleibende Zeit rechnet
Was die Ampel Ihnen sagt
- Grün – die Planung endet mit Puffer vor dem zugesagten Termin
- Gelb – es wird knapp; eine Störung, und der Termin wackelt
- Rot – so wie geplant halten Sie den Termin nicht
- Grau – kein Termin hinterlegt oder bereits fertig
Bekommen Sie den Auftrag nicht, ziehen Sie den Block zurück in den Backlog. Sagen Sie zu, liegt die Planung bereits richtig. Wie viel Ihre Maschinen insgesamt noch hergeben, zeigt die Kapazitätsplanung.
Ein Eilauftrag kostet einen anderen Auftrag
Eilaufträge sind in der Lohnfertigung kein Ausnahmefall, sondern Teil des Geschäfts. Die interessante Frage ist selten, ob der Auftrag reinpasst – sondern wer dafür nach hinten rückt.
Einschieben und die Folgen sehen
Sie ziehen den eiligen Arbeitsgang an die Stelle, an der er laufen soll, und schieben die dahinterliegenden Blöcke weiter. Jede Verschiebung rechnet das System sofort durch: neue Start- und Endzeiten, neue Ampelfarben für die betroffenen Aufträge.
Damit steht der Preis des Eilauftrags auf dem Bildschirm, bevor Sie ihn bezahlen – und zwar in Aufträgen, nicht in einer Kennzahl.
Sie wählen, wer wartet
- Der Auftrag mit zwei Wochen Puffer rutscht, nicht der mit dem Termin am Montag
- Zwei ähnliche Teile hintereinander sparen einen Rüstvorgang – gerade in der Zerspanung ist das die einfachste Reserve
- Eine bewusste Doppelbelegung – zwei kurze Teile parallel – melden Sie einmal als bestätigt und sehen sie trotzdem weiter
- Die Werkstatt erfährt die Änderung nicht per Zuruf, sondern am Maschinenmonitor unter JETZT und DANACH
Mehrere Aufträge, derselbe Kunde
Bei wechselnden Auftraggebern liegen oft drei, vier Aufträge desselben Kunden gleichzeitig in der Fertigung – in unterschiedlichen Arbeitsgängen, auf unterschiedlichen Maschinen. Genau dann ruft er an.
Kunde am Auftrag, nicht im CRM
Der Kunde ist ein einfaches Feld mit einer Auswahlliste. Kunden, die beim CSV-Import noch nicht existieren, legt der Import selbst an. Adressen, Ansprechpartner und Konditionen bleiben in Ihrem bisherigen System.
Alles zu einem Kunden auf einmal
Ein Filterklick im Backlog zeigt jeden offenen Arbeitsgang dieses Auftraggebers. Die globale Suche findet zusätzlich über Auftragsnummer, Bezeichnung, Zeichnungsnummer und Maschine – auch während Sie den Hörer am Ohr haben.
Auf einen Termin ziehen
Soll eine Sammellieferung raus, legen Sie die betroffenen Aufträge auf denselben Zeitraum und sehen auf der Tafel nebeneinander, ob alle Teile rechtzeitig fertig werden. Für den Aushang in der Halle gibt es die Druckansicht.
Der Kunde steht im Block
Auftragsnummer, Bezeichnung, Kunde und Dauer stehen im Balken auf der Plantafel und am Maschinenmonitor. An der Maschine ist damit klar, für wen gerade gefertigt wird.
Rückmeldung statt Nachfrage
Die Werkstatt drückt am Tablet auf Starten, Pause, Problem oder Fertig. Der Auftragsstatus ergibt sich daraus von selbst. Wer Auskunft geben muss, sieht nach, statt in die Halle zu laufen.
Daten wieder herausbekommen
Aufträge, Arbeitsgänge, Maschinen und Kunden lassen sich als CSV exportieren, dazu gibt es eine vollständige Sicherung als JSON. Ihre Planungsdaten bleiben Ihre.
Wo die Planung aufhört
Damit Sie nicht das Falsche erwarten: Für einen Lohnfertiger deckt Fertigungstakt die Fertigungsplanung ab – und nur die.
- Kein ERP, PPS oder MES und keine Warenwirtschaft
- Keine Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine oder Rechnungen
- Keine Nachkalkulation und keine Stundensatzrechnung
- Keine BDE mit Anbindung an die Maschinensteuerung – zurückgemeldet wird per Knopfdruck am Tablet
- Keine automatische Reihenfolgeoptimierung und keine Materialdisposition
Dafür ist der Einstieg kein Projekt: Maschinen mit Arbeitszeiten anlegen, Auftragsliste als CSV importieren, planen. Arbeitet Ihr Betrieb überwiegend an Dreh- und Fräsmaschinen, passt zusätzlich die Seite zur CNC-Produktionsplanung.
Was Produktionsplanung für die Lohnfertigung kostet
Ein Preis je Betrieb, gestaffelt nach Maschinen und Arbeitsplätzen. Unbegrenzt Aufträge, unbegrenzt Kunden, unbegrenzt Benutzer mit den Rollen Inhaber, Planung, Werkstatt und Nur-Lesen.
Die ersten 50 zahlenden Betriebe behalten den Founder-Preis dauerhaft, solange das Abo ohne Unterbrechung besteht – auch bei einem Wechsel in einen größeren Tarif.
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
Als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG weisen wir keine Umsatzsteuer aus. Die Tarife unterscheiden sich ausschließlich in der Zahl der Maschinen – es gibt keine gesperrten Funktionen. Abrechnung monatlich per PayPal.
Häufige Fragen zur Produktionsplanung in der Lohnfertigung
Wie behalte ich in der Lohnfertigung bei vielen kleinen Aufträgen den Überblick?
Über den Backlog. Jeder Arbeitsgang ohne Maschinenplatz steht dort in einer Liste, die Sie nach Liefertermin, Kunde, Priorität, Maschine, verspätet und ungeplant filtern. Sie sortieren nicht hundert Zeilen, sondern schalten die Frage um, die Sie gerade haben – und ziehen das Ergebnis auf die Plantafel.
Kann ich einen Liefertermin prüfen, bevor ich ihn dem Kunden zusage?
Ja. Legen Sie den Arbeitsgang probeweise auf der Maschine ab. Fertigungstakt rechnet aus Rüstzeit, Laufzeit und der Arbeitszeit der Maschine das Ende aus, meldet Doppelbelegung oder Planung außerhalb der Schicht und stellt die Liefertermin-Ampel auf Grün, Gelb oder Rot. Passt es nicht, ziehen Sie den Block zurück in den Backlog – dann haben Sie nichts zugesagt.
Wie schiebe ich einen Eilauftrag ein, ohne einen anderen Kundentermin zu reißen?
Sie ziehen den Eilauftrag auf die gewünschte Stelle und schieben die betroffenen Blöcke weiter nach hinten. Auf der Tafel sehen Sie sofort, bei welchem anderen Auftrag die Ampel dadurch auf Gelb oder Rot springt. Damit ist die Entscheidung, wer wartet, eine bewusste – und keine, die drei Wochen später auffällt.
Sehe ich alle offenen Aufträge eines Kunden auf einmal?
Ja. Der Kunde ist ein Feld am Auftrag, der Backlog filtert danach und die globale Suche findet Auftragsnummer, Kunde, Bezeichnung und Zeichnungsnummer. Der Kundenname steht außerdem im Block auf der Plantafel. Eine Adress- oder Kontaktverwaltung ist das ausdrücklich nicht – dafür bleibt Ihr bisheriges System zuständig.
Ersetzt Fertigungstakt ein ERP oder MES für Lohnfertiger?
Nein. Angebote, Auftragsbestätigungen, Rechnungen, Material und Nachkalkulation bleiben, wo sie heute sind. Fertigungstakt übernimmt nur die Frage, welcher Arbeitsgang wann auf welcher Maschine läuft und ob der zugesagte Termin hält. Aufträge übernehmen Sie per CSV-Import mit Spaltenzuordnung und Vorschau.
Was kostet die Planung für einen Lohnfertiger?
Ab 59 € netto im Monat für den ganzen Betrieb, gestaffelt nach der Zahl Ihrer Maschinen und Arbeitsplätze. Die Zahl der Aufträge, Kunden und Benutzer ist in jedem Tarif unbegrenzt, abgerechnet wird monatlich, gekündigt wird monatlich.
Weitere Antworten stehen unter häufige Fragen und Preise.
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