Produktionsplanung für die Zerspanung
Ein Drehteil ist selten mit einem Arbeitsgang fertig. Sägen, Drehen, Fräsen, Entgraten, Prüfen – Fertigungstakt plant die ganze Kette auf einer Tafel und meldet, wenn ein Glied nicht mehr zum Liefertermin passt.
Rüst- und Laufzeit je Arbeitsgang · Reihenfolge wird geprüft · keine Installation
Produktionsplanung in der Zerspanung ist Kettenplanung
Die einzelne Maschine ist selten das Problem. Teuer wird die Lücke zwischen zwei Arbeitsgängen.
Das Teil wartet, nicht die Maschine
Rechnerisch braucht ein Los zwei Schichten Bearbeitung, in der Halle liegt es eine Woche – weil nach dem Drehen niemand wusste, wann die Fräsmaschine frei wird. Diese Liegezeit sehen Sie in keiner Auslastungszahl.
Der Termin hängt am letzten Gang
Ob ein Auftrag hält, entscheidet nicht das Drehen, sondern das Prüfen am Ende. Wer Maschine für Maschine plant, rechnet den Liefertermin jedes Mal im Kopf neu.
Handarbeitsplätze fehlen im Plan
Entgraten, Waschen, Messraum: Arbeitsplätze ohne Spindel stehen in vielen Plänen gar nicht. Genau dort staut es sich, wenn drei Lose am selben Nachmittag fertig gedreht werden.
Wenn es Ihnen weniger um die Kette als um die Belegung der einzelnen Bearbeitungszentren geht, ist die Seite zur CNC-Produktionsplanung der passendere Einstieg.
Eine Arbeitsgangkette im Beispiel
Adapterflansch aus Vergütungsstahl, 60 Stück, Einzelauftrag eines Stammkunden. So sieht die Kette aus, wenn Rüst- und Laufzeit getrennt erfasst sind.
| Nr. | Arbeitsgang | Arbeitsplatz | Rüstzeit | Laufzeit (60 St.) | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 10 | Sägen | Bandsäge | 10 min | 90 min | 1 h 40 |
| 20 | Drehen, komplett | Drehzentrum | 45 min | 360 min | 6 h 45 |
| 30 | Fräsen, Bohrbild | Bearbeitungszentrum | 60 min | 240 min | 5 h 00 |
| 40 | Entgraten, Waschen | Handarbeitsplatz | 5 min | 120 min | 2 h 05 |
| 50 | Prüfen, Stichprobe | Messraum | 15 min | 30 min | 0 h 45 |
Beispielhafte Zahlen: zusammen rund 16 Stunden Arbeit, verteilt auf fünf Arbeitsplätze und damit auf mehrere Tage.
So liegt die Kette auf der Tafel: jeder Arbeitsplatz eine Zeile, jeder Arbeitsgang ein Block. Start und Ende rechnet Fertigungstakt entlang der hinterlegten Schichtzeiten – Nächte, Wochenenden und die Pause werden übersprungen.
Die Übergabe zwischen zwei Arbeitsgängen
Zwischen Gang 20 und Gang 30 passiert nichts Produktives – aber genau dort entsteht die Durchlaufzeit.
Abstand planen Sie selbst
Fertigungstakt rechnet keine Transport- oder Liegezeit hinzu. Sie legen den Folgeblock mit dem Abstand ab, den die Übergabe tatsächlich braucht – eine halbe Stunde bis zum Nachbarplatz, ein halber Tag bis zur Wäsche in der zweiten Halle.
Die Lücke ist Ihr Puffer
Überzieht das Drehen um zwei Stunden, sehen Sie sofort, ob die Lücke das auffängt. Ein Plan ohne Lücken sieht ordentlich aus und kippt beim ersten Werkzeugbruch.
Rüsten gehört zum Folgegang
Die Rüstzeit steckt im Block des Fräsgangs. Der Kollege sieht am Maschinenmonitor unter DANACH, was ansteht, und kann vorrüsten, während die vorige Charge noch läuft.
Reihenfolgeprüfung: kein Arbeitsgang vor seinem Vorgänger
Beim schnellen Umplanen rutscht ein Block leicht an die falsche Stelle. Fertigungstakt lässt das nicht stillschweigend durchgehen.
Was beim Ablegen geprüft wird
- Der Arbeitsgang beginnt vor dem Ende seines Vorgängers – gefräst wird nicht, bevor gedreht ist
- Zwei Blöcke belegen dieselbe Maschine gleichzeitig
- Der Block liegt außerhalb der Schichtzeit, in der Pause oder am Wochenende
- Das Ende des letzten Arbeitsgangs liegt nach dem Liefertermin
- Der Auftrag ist noch ungeplant, obwohl der Termin näher rückt
- Der Auftrag ist überfällig und noch nicht fertiggemeldet
Gewollte Überschneidungen bestätigen Sie einmal; sie bleiben danach als „bestätigt“ sichtbar, statt zu verschwinden.
Und die Ampel rechnet mit
Die Liefertermin-Ampel bewertet den ganzen Auftrag, nicht den einzelnen Gang. Sie vergleicht das geplante Ende des letzten Arbeitsgangs mit dem Termin und prüft zusätzlich, ob der noch offene Aufwand überhaupt in die verbleibende Zeit passt.
- Grün – die Kette endet mit Puffer vor dem Termin
- Gelb – es wird eng, oder Gänge sind kurz vor dem Termin noch ungeplant
- Rot – das Ende liegt hinter dem Termin oder der Restaufwand passt nicht mehr
- Grau – kein Termin hinterlegt oder bereits fertig
Wie eng Sie je Arbeitsgang planen, bleibt Ihre Entscheidung – Details dazu unter Feinplanung.
Losgrößen: Kleinserie, Einzelteil, Wiederholteil
In der Zerspanung entscheidet die Stückzahl darüber, wie ein Arbeitsgang auf der Tafel aussieht.
Einzelteil und Kleinstserie
Bei fünf Teilen ist der Block fast nur Rüstzeit. Zwei solche Aufträge kosten die Maschine mehr Zeit als ein Los mit 60 Stück – sichtbar wird das erst, wenn Rüsten getrennt erfasst ist.
Typische Kleinserie
Rüsten und Laufen halten sich die Waage. Hier lohnt es, Teile mit gleicher Aufspannung hintereinander zu legen – die Reihenfolge je Maschine ziehen Sie dafür um.
Größeres Los
Der Block läuft über mehrere Schichten. Die Tafel klappt die Nacht zusammen und zeigt trotzdem einen durchgehenden Balken.
Teillos vorziehen
Für zwei Chargen legen Sie zwei Arbeitsgänge an. Fertigungstakt teilt Lose nicht von selbst – dafür bleibt nachvollziehbar, welche Charge wann lief.
Härten, Beschichten, Schleifen außer Haus
Externe Schritte verschwinden in vielen Plänen. Auf der Tafel bekommen sie eine eigene Zeile – wie jede Maschine.
Als Arbeitsplatz anlegen
„Härterei extern“ legen Sie wie eine Maschine an, mit eigener Farbe und großzügiger Arbeitszeit. Die zugesagte Durchlaufzeit tragen Sie als Laufzeit ein – vier Tage Härten sind dann ein vier Tage langer Block.
Reihenfolge bleibt geschützt
Der Schleifgang nach dem Härten lässt sich nicht versehentlich vorziehen: Liegt er vor dem Ende des externen Blocks, meldet Fertigungstakt den Reihenfolgekonflikt. Die Ampel rechnet die Tage beim Dienstleister gegen den Liefertermin mit.
Mehrere Aufträge parallel
Beim Dienstleister liegen selten nur Ihre Teile. Dass sich dort Blöcke überschneiden, ist gewollt – die Doppelbelegung bestätigen Sie einmal und sehen trotzdem, was gerade außer Haus ist.
Dasselbe Vorgehen trägt für Lackieren, Wuchten oder eine externe Messung. Für Betriebe, die überwiegend im Kundenauftrag fertigen, lohnt zusätzlich die Produktionsplanung in der Lohnfertigung.
Was diese Produktionsplanung für die Zerspanung leistet – und was nicht
Damit Sie nicht das Falsche erwarten: Fertigungstakt ist eine Plantafel, kein ERP und kein MES.
Das übernimmt Fertigungstakt
- Arbeitsgänge mit Reihenfolge, Rüst- und Laufzeit je Arbeitsplatz
- Terminberechnung entlang der echten Schichtzeiten
- Plantafel in den Ansichten Tag, Woche, zwei und vier Wochen
- Backlog aller ungeplanten Gänge, filterbar nach Kunde, Maschine und Termin
- Maschinenmonitor fürs Tablet mit Starten, Pause, Problem, Fertig
- CSV-Import und -Export, Druckansicht für den Aushang, JSON-Sicherung
Das übernimmt es nicht
- Keine Werkzeug-, Vorrichtungs- oder NC-Programmverwaltung
- Keine Materialdisposition und keine Lagerbestände
- Keine Nachkalkulation, Angebote oder Rechnungen
- Keine BDE mit Anbindung an die Steuerung
- Keine automatische Reihenfolgeoptimierung – geplant wird von Hand
- Kein vollständiges ERP-, PPS- oder MES-System
Der vollständige Funktionsumfang steht unter Funktionen. Fertigungstakt setzt neben Ihre bestehende Software und übernimmt nur die Planung.
Preise nach Maschinen und Arbeitsplätzen
Gezählt werden die Zeilen auf Ihrer Tafel – Dreh- und Fräsmaschinen genauso wie Säge, Entgratplatz und Messraum. Benutzer sind in jedem Tarif unbegrenzt.
Die ersten 50 zahlenden Betriebe behalten den Founder-Preis dauerhaft, solange das Abo ohne Unterbrechung besteht – auch bei einem Wechsel in einen größeren Tarif.
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
- Unbegrenzt Aufträge und Arbeitsgänge
- Unbegrenzt Benutzer, Rollen inklusive
- Plantafel, Maschinenmonitor, Liefertermin-Ampel
- CSV-Import und -Export, Druckansicht
- Alle Updates inklusive
- Monatlich kündbar
Als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG weisen wir keine Umsatzsteuer aus. Die Tarife unterscheiden sich ausschließlich in der Zahl der Maschinen – es gibt keine gesperrten Funktionen. Abrechnung monatlich per PayPal.
Häufige Fragen zur Produktionsplanung in der Zerspanung
Wie plane ich in der Zerspanung einen Auftrag mit fünf Arbeitsgängen?
Sie legen den Auftrag einmal an und hängen die Arbeitsgänge in ihrer Reihenfolge darunter: Sägen, Drehen, Fräsen, Entgraten, Prüfen. Jeder bekommt Rüstzeit, Laufzeit und seinen Arbeitsplatz. Danach ziehen Sie die Gänge nacheinander aus dem Backlog auf die Tafel; Start und Ende rechnet Fertigungstakt entlang der Arbeitszeit des jeweiligen Arbeitsplatzes.
Schiebt Fertigungstakt die Folgearbeitsgänge automatisch nach, wenn das Drehen länger dauert?
Nein. Es gibt keine automatische Umplanung und keine Optimierung – Sie ziehen den nächsten Block selbst an die neue Stelle. Fertigungstakt sorgt aber dafür, dass Sie es merken: Der Folgegang wird als Reihenfolgekonflikt gemeldet, und die Liefertermin-Ampel springt, wenn das Auftragsende hinter den Termin rutscht.
Wie bilde ich externe Arbeitsgänge wie Härten oder Beschichten ab?
Als eigenen Arbeitsplatz auf der Plantafel, zum Beispiel „Härterei extern“. Der Arbeitsgang bekommt die zugesagte Durchlaufzeit als Laufzeit und liegt damit als sichtbarer Block zwischen Drehen und Schleifen. Dass dort mehrere Aufträge gleichzeitig liegen, bestätigen Sie einmal als gewollte Überschneidung.
Wie wird die Rüstzeit bei kleinen Losgrößen berücksichtigt?
Rüstzeit und Laufzeit werden je Arbeitsgang getrennt erfasst. Die Rüstzeit bleibt gleich, die Laufzeit wächst mit der Stückzahl – bei zwölf Teilen ist der Block überwiegend Rüsten, bei 400 Teilen fast nur Laufzeit.
Brauche ich dafür eine Maschinenanbindung oder ein BDE-System?
Nein, und Fertigungstakt bietet auch keine an. Rückgemeldet wird am Maschinenmonitor auf einem Tablet mit den Knöpfen Starten, Pause, Problem und Fertig. Damit haben Sie den Ist-Stand je Arbeitsgang, ohne Ihre Dreh- und Fräsmaschinen zu verkabeln.
Wie bekommen wir unsere Arbeitsgänge in die Planung?
Über den CSV-Import in drei Schritten: Datei auswählen, Spalten zuordnen, Vorschau prüfen. Wer seine Arbeitspläne heute in Excel führt, übernimmt Auftragsnummer, Teil, Menge, Liefertermin und die Arbeitsgänge direkt daraus. Einzelne Aufträge legen Sie genauso gut von Hand an.
Weitere Antworten finden Sie in den häufigen Fragen und bei den Preisen.
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